Freitag, September 30, 2005

Wasserfall

Die Trauer bricht über mich hinein wie ein Wasserfall. Er reißt mich in seine Tiefe und zerschmettert mich in kleine Stücke, bis ich mich wieder mit dem Wasser verbinden und weiter mit dem Strom schwimmen kann.

Donnerstag, September 29, 2005

Herbst und Winter

Erst einmal wird sich das Laub färben und noch einmal so glänzen, dass es unwiderstehlich wirkt. Ich werde dem maroden Charme der Blätter erliegen und sie lieben.

Im Winter ruht sich die Erde aus. Sie schläft. Weck sie nicht mit schrillen Tönen. Wir können sie in Ruhe betrachten, weil sie sich nicht verkleidet. Sie ist sozusagen nackt.

Mittwoch, September 28, 2005

Einsturz

Heute sind zu viele Geräusche auf mich eingestürzt.
Es war laut - aber nahezu ohne Inhalt.

Sonntag, September 25, 2005

Verlangen

Mein Verlangen nach dir blockiert all meine Gedanken. Meine Begierde umhüllt mich wie Nebel, lässt mich verschwinden und in eine unwirkliche Welt absinken.

Samstag, September 24, 2005

Vergessen

Und dabei wollte ich dir noch erzählen, wie schön unsere Wiese gestern Abend im herbstlichen Licht glänzte, wie golden und warm das Licht war, wie sich das Licht auf das Herz legte und es ausleuchtete und dass die Sonne noch ein wenig von ihrer Wärme abgab, bevor sie sich zurückzog.

Freitag, September 23, 2005

Zerissenheit

Meine Seele sehnt sich nach dir.
Mein Körper sehnt sich nach dir.
Und trotzdem will ich dir alle Zeit der Welt geben.

Donnerstag, September 22, 2005

Sonntag, September 18, 2005

Zwischen

den Zeilen hörst du sein Sehnen, sein Hoffen, seine Verletzungen, seine Liebe. Leise Schwingungen vibirieren in Wörtern, sie fliegen durch die Luft und setzen sich auf mir fest.

Samstag, September 17, 2005

Montag, September 12, 2005

Anfang

Der Beginn nimmt mich gefangen.
Belegt er mich bloß oder umspinnt er mich auch positiv?

Letzteres soll überwiegen!

Sonntag, September 11, 2005

Sommerende

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr,
Wer jetzt alleine ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

Samstag, September 10, 2005

Donnerstag, September 08, 2005

Verwüstung

Meine Seele verwüstet. Es gibt immer weniger Stellen, an denen es blüht, die hübsch und ansehnlich sind.

Diese Verödung - sie spiegelt sich im Verlassenwerden.
Die Vereinsamung schreitet voran. Auch du Liebster, kannst sie nicht aufhalten.

Wüsten sind menschenleer.

Mittwoch, September 07, 2005

Sehnsucht

Sehnsucht.


Erst heute Abend wurde mir klar, dass dieses Wort aus meiner Sicht mehr mit "suchen" zu tun hat als mit Sucht im Sinne von "unbedingt etwas benötigen".

Habe den ganzen Tag gesucht. Gesucht nach einem Ort für ein Treffen der besonderen Art.

Nein, das Sehnen ist keine Sucht. Das Sehnen gleicht einer Suche. Ich suche dich, Süßer.

Dienstag, September 06, 2005

Geheime Seele

Liebster, was weißt du aus dir selbst heraus?
Zeig mir dein Inneres, ich will es lieben.
Wird es für immer ein Geheimnis bleiben?
Zeig es mir, ich will es wissen.
Weißt du selbst davon?
Teile es mit mir, ich will es annehmen.

Montag, September 05, 2005